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Manfred Weber kritisiert scheiternde Brandmauer gegen die AfD
Der CSU-Vize und EPP-Fraktionschef Manfred Weber erklärt die Brandmauer gegen die AfD für gescheitert und warnt vor Belastungen für die Union.
Manfred Weber · Redaktion Notables · 10. Oktober 2026 um 06:41
Manfred Weber, stellvertretender CSU-Chef und Vorsitzender der Fraktion der Europäischen Volkspartei (EPP) im Europäischen Parlament, hat in einer Pressekonferenz die bislang verfolgte "Brandmauer" gegenüber der AfD als gescheitert bezeichnet. Er kritisierte, dass das Prinzip "die oder wir" nicht mehr tragfähig sei und die Union dadurch einer "Riesenbelastung" ausgesetzt sei. Weber betonte, dass die Strategie, die AfD vollständig auszuschließen, nicht mehr realistisch sei und stattdessen ein neuer Ansatz nötig sei, um die politische Mitte zu stärken. In seiner Rede wies er darauf hin, dass die aktuelle Haltung die Zusammenarbeit innerhalb der Union erschwere und das Vertrauen der Wähler in die traditionellen Volksparteien schwäche. Der CSU-Vize betonte, dass die Partei nun Wege finden müsse, um sowohl die eigenen Werte zu wahren als auch pragmatisch auf die veränderten politischen Realitäten zu reagieren. Die Äußerungen von Weber kommen zu einem Zeitpunkt, in dem die AfD weiterhin stark in Umfragen ist und die Union vor erhebliche strategische Herausforderungen stellt.
