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Marie-Louise Eta spricht über Gehälter im Frauenfußball nach historischem Trainerauftritt
Nach ihrem historischen Interimscoach-Einsatz bei Union Berlin erklärt Eta die Lohnunterschiede zwischen Männer‑ und Frauen‑Bundesliga.
Marie-Louise Eta · Redaktion Notables · 9. Oktober 2026 um 01:46
Marie-Louise Eta, 35, hat in den letzten Monaten für Aufsehen gesorgt – nicht nur, weil sie im April als Interimscoach die Männer‑Mannschaft von Union Berlin übernahm und den Klassenerhalt sicherte, sondern auch, weil sie nach ihrer Rückkehr zum Frauenfußball offen über die finanzielle Situation der Spielerinnen sprach.
Im Anschluss an ihre erfolgreiche Rettungsaktion in der Männer‑Bundesliga, bei der die "Eisernen" den Abstieg abwenden konnten, kehrte Eta zu den Frauen zurück und übernahm die Leitung der Union‑Frauenmannschaft. Ihr Ziel: die Mannschaft wieder in das obere Tabellendrittel zu führen.
Am Mittwochabend trat Eta in Berlin in den Live‑Podcast „Flatterball“ ein, gemeinsam mit den ehemaligen Profis Max Kruse und Martin Harnik. In der lockeren Runde thematisierte sie die immer noch gravierenden Gehaltsunterschiede zwischen den Geschlechtern. Eta betonte, dass die Zeiten, in denen Bundesligaspielerinnen nur auf Minijob‑Basis aktiv waren, endgültig vorbei seien.
Laut Eta verdienen die Top‑Spielerinnen der Frauen‑Bundesliga inzwischen deutlich mehr als noch vor wenigen Jahren, doch das durchschnittliche Gehalt liege immer noch weit unter dem der Männer. Während die Spitzenverdienerinnen bereits fünf‑ bis sechsstellige Summen erzielen, erhalten viele Profis im Mittelfeld nur ein Bruttogehalt, das kaum über dem Mindestlohn liegt.
Eta verwies darauf, dass die wachsende Medienpräsenz und die steigenden Zuschauerzahlen langfristig zu besseren Verträgen führen könnten. Sie rief die Verantwortlichen des DFB und der Vereine dazu auf, transparente Lohnstrukturen zu schaffen und gezielt in die Ausbildung und Vermarktung des Frauenfußballs zu investieren.
Die Trainerin unterstrich zudem, dass die finanzielle Situation nicht allein von den Gehältern abhänge, sondern auch von Sponsoring‑Deals und TV‑Rechten. "Wenn wir die Sichtbarkeit erhöhen, steigen die Einnahmen – und damit auch die Löhne", sagte Eta.
Ihr Appell fand breite Resonanz bei den anwesenden Gästen und den Zuhörer*innen des Podcasts. Viele sahen in Etas Erfahrung – sowohl im Männer‑ als auch im Frauen‑Fußball – ein starkes Signal für mehr Gleichberechtigung im Sport.
Während Eta weiterhin daran arbeitet, die Union‑Frauenmannschaft in die oberen Tabellenplätze zu bringen, bleibt ihr Engagement für faire Bezahlung ein zentrales Thema. Die Diskussion über Gehälter im Frauenfußball dürfte damit weiter an Fahrt aufnehmen, zumal immer mehr prominente Stimmen wie Eta das Thema in den öffentlichen Diskurs bringen.
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